Über mich

Foto: Heike Steinweg

Foto: Heike Steinweg

Mein eigener Islam ist offen für Kritik, er macht mir keine Angst und anderen auch nicht.

Als junger Palästinenser in Israel ist Ahmad Mansour beinahe radikaler Islamist geworden. Heute zählt er zu den wichtigsten Islamismus-­Experten Deutschlands.

Der Psychologe lebt seit zehn Jahren in Deutschland und beschäftigt sich mit Projekten und Initiativen, die Extremismus bekämpfen und Demokratie und Toleranz fördern. Er ist Programme Director bei der European Foundation for Democracy in Brüssel, Vorsitzender Sprecher des Muslimischen Forums Deutschland e.V., Gruppenleiter beim Heroes-Projekt in Berlin und Familienberater bei Hayat, einer Beratungsstelle für Deradikalisierung. Er ist auch als Berater zu dem Thema „Unterdrückung im Namen der Ehre“ beim LKA 5 tätig.

Dazu führt er Schulungen mit der Polizei, Pädagogen und Sozialarbeiter durch, unter anderem über Indikatoren und mögliche Präventionsansätze gegen Radikalisierung, Unterdrückung und Antisemitismus.

Für sein Engagement wurde ­Ahmad 2014 mit dem Moses-Mendelssohn-Preis ausgezeichnet. 2016 erhielt Ahmad Mansour den Carl-von-Ossietzky Preis für Zeitgeschichte und Politik und wurde vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ­Gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) als Botschafter für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.

Ahmad Mansour wurde 1976 in Kfar-Saba/Israel geboren.

Bildung

Psychologie, Soziologie und Philosophie, Tel-Aviv Universität
klinische Psychologie, Humboldt Universität zu Berlin

Tätigkeiten

  • seit 2007 Gruppenleiter bei HEROES, einem Projekt gegen Unterdrückung im Namen der Ehre und für Gleichberechtigung
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Gesellschaft Demokratische Kultur in dem Projekt „ASTIU“ (Auseinandersitzung mit Islamismus und Ultranationalismus)
  • seit 2011 berät er die European Foundation for Democracy (Brüssel) in den Themen Integration, Radikalisierung, Antisemitismus und Erziehungsmethoden in muslimischen Familien.
  • 2012 – 2014 Mitglied der deutschen Islamkonferenz
  • seit 2013 Mitarbeiter bei HAYAT, einer Beratungsstelle gegen Radikalisierung. HAYAT richtet sich an alle, die sich um einen möglichen islamistischen Glaubenswechsel von Angehörigen oder Bekannten Sorgen machen

Aktivitäten

  • führt Schulungen mit der Polizei, Pädagogen und Sozialarbeiter durch, unter anderem über Indikatoren und mögliche Präventionsansätze gegen Radikalisierung, Unterdrückung und Antisemitismus
  • führt Präventionsarbeit und Workshops mit Jugendlichen durch
  • als freier Autor und trägt er regelmäßig zu aktuellen Debatten über den Islam und die muslimische Community in Deutschland bei. Seine Artikel sind in Zeitungen wie Die Zeit und Der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschienen
  • wird oft für Zeitungen und Radiosender interviewt, wo er Bewusstsein für die Indikatoren und Ursachen von Radikalisierung und Unterdrückung schafft, und auf mögliche Präventionsansätze hinweist
  • plädiert für eine offene, ehrliche und gesamtgesellschaftliche Debatte über den Islam
  • arbeitete in Israel an verschiedenen Projekten für das friedliche Zusammenleben zwischen Arabern und Juden mit

Preise

  • 2012: Rabbiner Daniel Alter widmet Herrn Mansour und den HEROES seinen Bambi-Preis für Integration.
  • 2013: AJC Ramer Award für Courage in the Defense of Democracy.
  • 2014: Moses-Mendelssohn Preis des Berliner Senats.
  • 2015: Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf (zusammen mit Hamed Abdel-Samad).